Material
Sicherheitsschuhe, Schutzschuhe, Berufsschuhe und Arbeitschuhe sind entweder als Halbschuh oder als überknöchelhoher Stiefel ausgeführt. In die Schuhspitze ist eine Stahl-, Alu- oder Kunststoffkappe (bis zur Zehenwurzel reichend) eingelassen, die den Zehenbereich gegen Quetschungen durch darauf fallende schwere Gegenstände (bis zu 200 Joule) schützt.
Zwischen Stahlkappe und Außenschaft ist ein reibungsmindern des Material (meist Filz, Lefa oder Kautschuk) eingelassen, so dass der Schaft in diesem Bereich nicht unnötig belastet wird.
Der Schuhboden ist häufig isolierend oder antistatisch ausgerüstet und verfügt bei S3 oder S1P über eine durchtrittssichere Stahleinlage. Es gibt mittlerweile auch durchtrittsichere Einlagen aus Alternativmaterialien wie Kevlar, ParaAramide etc.
Die stark profilierte Laufsohle besteht zumeist aus einer säure- und ölresistenten, gut haftenden PU, TPU oder Gummimischung.
Die Einzelheiten der Schuhausrüstung ergeben sich aus den Anforderungen im jeweiligen Arbeitsbereich. So sollen Schuhe für Schlachter zum Beispiel weitgehend wasserdicht sein, und für Elektriker isolierend, Feuerwehrleute benötigen Schuhe, deren Materialien weitgehend flammfest sind, und deren Verschluss sich schnellstmöglich schließen lässt (Reißverschluss, der zusätzlich durch eine Schnürung einstellbar ist).
In der Industrie sind S2 und S3 Schuhe am häufigsten anzutreffen.



